Honeymoon from Melbourne to Kempten

Honeymoon from Melbourne to Kempten
Posts mit dem Label Usbekistan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Usbekistan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. Juli 2015

Day 255 #Bukhara, Uzbekistan

Route: Samarkand, Bukhara

For our 2 English speaking readers: If you want it really funny, use Google you translator- otherwise you can find the English text below.

#Goodbye Usbekistan
Unsere Herde galoppiert munter weiter, zunächst auf der Hauptstraße von Samarkand nach Bukhara. Vor tausenden von Jahren zogen hier wohl Kamele entlang der Seidenstraße, heutzutage dominieren Chevrolets, Ladas und deutsche Fahrradfahrer.
Die Hufe klappern, es ist etwas kühler als in der letzten Woche, und auf der flachen Strasse geht es trotz teilweise etwas holprigem Strassenbelag zügig voran. Rechts und links der Strasse Agrarflächen mit Baumwollsträuchern und Melonen, ab und zu wüstenartige Steppenlandschaften. Auf der Strasse: wir und uns überholende Fahrzeuge, die oft längere Zeit neben uns herfahren und uns aus dem offenen Fenster mit "Atkuda??"  (=Woher?) anbrüllen. Dabei schauen uns alle Insassen neugierig und erwartungsfroh an, inkl. Fahrer, was mich ziemlich nervös macht denn eigentlich keiner im Auto, ausser das Baby auf dem Schoss des Beifahrers, schaut mehr nach vorne. Zur Abwechslung antworte ich (Claudia) dann auch mal versuchsweise mit einem frechen "Espania, Barcelona!" oder sogar "India, Mumbai" - alles wird begeistert akzeptiert. Dabei fühle ich mich a bisserl betrügerisch und etwas rebellisch, aber nicht sehr - ungefähr so, als würde ich nach 20 Uhr Altglas einwerfen. Letzten Endes sind alle glücklich, also passt das wohl so.

#Was werden wir an Usbekistan vermissen? 
Usbekistan ist wohl nicht gerade weltberühmt für seine Gastfreundlichkeit, sondern eher für die Schönheit der Seidenstrassenstädte Samarkand und Bukhara, sowie deren jahrtausende alter Geschichte. Ich empfand jedoch gerade die spontane und unaufdringliche Gastfreundlichkeit als absolut bemerkenswert und hervorstechend. 

Einige Beispiele, und zwar nur von unserer 2-tägigen Wegstrecke von Samarkand nach Bukhara:
Wir finden für unsere Mittagspause eine kleine schattige, umwaldete Fläche vor einem Wohnhaus. Es scheint der Vorgarten eines Anwesens zu sein, was wir nicht gleich erkannt hatten. Schon nach 3 Minuten kommt der vermutliche Besitzer, und bringt uns Salat und Melonen inklusive Teller sowie Besteck. Als er sieht, dass Johann auf einer dünnen Schaumstoffmatte sitzt, bringt er ihm auch noch eine schön weiche, dicke Matte zum Liegen! Und - er stellt nicht 1000 Fragen, nein, er geht anschliessend ins Haus zurück, damit wir ein paar Stunden schlafen können und Ruhe haben.
Man stelle sich vor, 3 radfahrende Äthiopier würden sich versehentlich z.B. in einen bayerischen Vorgarten legen.
Wie viele Gartenbesitzer würden ihnen, ohne viele Fragen zu stellen, einfach mal Essen vorbeibringen? Wie viele gleich die Polizei rufen?

Am gleichen Tag schenkt uns eine nette ältere Dame Kekse in einem Shop - einfach so. Sie versteht uns nicht, wir sie nicht, sie drückt uns einfach die Kekse in die Hand und will kein Geld dafür nehmen. Beeindruckend nicht wegen des Geldes - sondern wegen der Aufmerksamkeit und dem Sinn dafür, anderen Menschen einfach so eine Freude zu machen.

Etwas später: wir kaufen in einem kleinen Laden etwas abseits der Hauptstraße Kartoffeln und Tomaten fürs Abendessen. Innerhalb von wenigen Minuten drängen sich 15 Leute um uns, wollen Fotos mit uns machen, freuen sich riesig dass wir auf usbekisch bis 10 zählen können, und nach einer anstrengenden Fotosession mit Oma, Opa, Hund und allen Kindern werden wir spontan zu einer Runde frischer Honigmelone eingeladen.

Am Vorabend: wir zelten am Rande eines Melonenfeldes, der Bauer und mehrere seiner Kollegen bewundern uns und unsere Fahrräder aufrichtig. Nachdem wie immer über Beruf, Familienstand, Kinderanzahl und Alter aller Anwesenden  ausgiebig diskutiert wurde, lädt uns der Melonenbauer spontan zu sich nach Hause ein, zum Schlafen und Essen. Wir haben schon Essen gekauft und wollen am nächsten Morgen um 5 los, daher ziehen wir das Zelt vor - auch das ist kein Problem und wird akzeptiert.

Und so weiter... sensationell, wirklich aussergewöhnlich.
Die Leute strahlen uns offen an, fast alle über 35 tragen übrigens mal wieder Gold auf sämtlichen Zahnreihen: es blitzt und blinkt überall, zusammen mit der farbenfrohen Kleidung ergibt das oft ein tolles Bild.
Vor einigen Jahren hat mich mein Zahnarzt mal vor die Wahl gestellt: Zahnkrone mit Gold oder Keramik? Als alter Schwabe hatte ich mich damals natürlich für Gold, weil günstiger, entschieden. Mein Zahnarzt hat mir daraufhin voll Mitleid die Keramikkrone geschenkt, weil er es nicht mit ansehen konnte dass meine jugendlichen Gebissreihen durch Glitzer "verhunzt" würden.
Das wäre hier absolut undenkbar! Keramik sieht man ja gar nicht! Und tatsächlich sieht so ein Glitzerfummel erst richtig toll aus, wenn es auch aus dem Mund ordentlich dazu blinkt.
Unser Gastgeber in Bukhara erklärte mir dazu, dass die jüngere Generation ebenfalls das langweilige weiss für den Zahnersatz vorzieht, zumindest für die Frontzähne.
Er selbst bevorzuge Gold, denn Keramik sei sehr "schwer" - er neigt dabei sein Gesicht zur Seite um mir zu zeigen, dass man mit einem schweren Keramikzahn auf jeden Fall ein schiefes Gesicht bekommt, wegen des Gewichts. Ich renne gleich zum Spiegel - zum Glück verwenden wir in Deutschland wohl "Keramik-extraleicht", denn mein Gesicht ist trotz einseitiger Keramikkrone noch nicht in Schieflage.

Ausser Erklärungen zu den Vorzügen usbekischer Goldkronen erzählt unser freundlicher junger Vermieter (25) auch noch einiges über  die Hindernisse, mit denen junge Usbeken hierzulande zu kämpfen haben. Sein Traum ist eine Radreise um die Welt! Doch es gibt viele Hürden zu überwinden, über die wir Europäer uns nicht den Kopf zerbrechen brauchen - schon die Beschaffung einer international gültigen Kreditkarte ist für den usbekischen Normalbürger ausserordentlich schwierig und teuer. Flugtickets werden üblicherweise bar bezahlt, denn nur Bares ist Wahres. Ganz zu schweigen von der allgemeinen Meinung hier, Reisen sei "vergeudete Zeit" - statt zu Reisen könne man die Zeit besser sinnvoll nutzen, zum arbeiten und für die Familie!
Heiraten und möglichst viele Kinder, das ist das, was seine Eltern für ihn wollen, denen er seine Pläne wohlweislich noch nicht mitgeteilt hat.
Sollte er es schaffen wird er sicherlich ein nationaler Held für viele junge Usbeken sein, denn für eine solche Unternehmung gehört hier sicherlich eine Menge Mut und Kraft. Ich drücke ihm alle Daumen!

#Auf nach Turkmenistan
Morgen geht es über die Grenze, direkt in die Wüste Turkmenistans. Dort freuen wir uns auf Temperaturen > 40 Grad, Schlangen, Spinnen (Schwarze Witwe), Skorpione, einen mysteriösen Diktator und 460 km in 5 Tagen (das Regime mag keine Touristen).
Turkmenistan zählt auch zu den Ländern mit den repressivsten Mediengesetzen. In der „Rangliste der Pressefreiheit 2007“ von Reporter ohne Grenzen findet man Turkmenistan auf dem drittletzten Platz, vor Nordkorea und Eritrea.

Wir melden uns daher wohl erst wieder ab Mitte August, nachdem wir den Iran verlassen haben - also bitte keine Sorgen machen. No news are good news :-)

Einige Impressionen der letzten Tage:



Daily power nap
Water melon

Maybe we should check our navigation system
Thanks for the yummy melon!






Rumi hostel, Bukhara - best breakfast ever !





Jimi Hendrix lebt !




Bikes also like to do their tourist thing


ENGLİSH VERSİON 


#Goodbye Uzbekistan
Our lively herd gallops further, along the main road from Samarkand to Bukhara. Thousands of years ago, camels were travelling here along the Silk Road, now Uzbek cars and European cyclists are the dominating species.
The hoofs rattle, it is a little bit cooler than the previous week, and on the flat but a little bumpy road the riding goes quiet quickly.  Right and left from the road we see huge fields with cotton and melons, from time to time the scenery changes to desert-like landscape.
On the road: The 3 of us and all kinds of vehicles (cars, motorbikes, donkeys). Some of them drive/ride next to us for some time, looking at us, roaring "Atkuda"(=where are you from?). All these people in the car are looking at us through the open side window, very curious and full of expectations, including the driver. This makes me a bit nervous, because nobody in the car is looking to the front window anymore! Except maybe the baby which is sitting on the lap of the driver.
My answers to their "atkuda" vary, depending on my mood. Sometimes I answer with a boring "Germany, Munich". Sometimes with a more interesting "Espania, Barcelona!" or sometimes with an exciting "India, Mumbai" - all answers are taken with great enthusiasm. With answers like "India" I feel a bit guilty and also a bit rebellious, like throwing old bottles in a recycling container after 8 PM, which is, believe it or not, not allowed in good old Germany. After all everybody seems to be happy with my answers, so I think it is OK.

#What will we miss from Uzbekistan?
Uzbekistan is not really world-famous for hospitality, but more for the beauty of the silkroad cities Samarkand, Bukhara and Khiva, and their many thousand years of fantastic history.
But for me, the spontaneous und unobtrusive hospitality of the people here left a deep impression, much more than the blue, golden and green tiles of any of the famous mosques here.
A few examples, just from our 2 1/2 day trip from Samarkand to Bukhara:
We were searching a shady place for our lunch break, and found a small area in front of a private house. It seemed to be the frontyard of this house, which we did not recognize at first sight. After 3 minutes the owner came to us, greeted us friendly and without any further questions he brought freshmade salad, water melon and also plates and forks. When he realized that Johann had only a thin mat to sit on, he also gave him a comfy soft thick sleeping mattress! Afterwards he went back in is house, leaving us alone, so we could sleep and rest there for a few hours, enjoy the silence and recover completely.
Imagine, 3 Aethiopians on pushbikes would just jump in a European frontyard and try to sleep there. How many house owners would just bring them food ? How many would call the police?
At the same day, an old lady presented us biscuits and candies in a Shop - just "because". She did not understand a single word we said, we could not understand her - she just wanted us to take the candies and did not accept any money for this.
It s not about the money, it is just their sense of feeling for the little small things that make other people happy, that impressed me so much.
A little bit later: a tiny shop, a few kilometres away from the main road. We bought tomatoes and potatoes for our dinner. Within a few minutes there were 15 people standing around us, wanted to take photos, laughed like little kids when they heard us counting from 1 to 10 in Uzbek, and after an extended photosession with grandma, granddad, dog and all kids, they offered us fresh yummy honeymelon. They did not let us go before the last slice was finished.
Evening: We pitched our tents next to a melon field, the farmers were still working. After they were done with their work, they came to chat and also to admire our bicycles. After the usual talk about profession, married/not married, number of kids and age of everybody in the round, the melon farmer invited us to his home for dinner and sleeping. Since we had to leave at 04:30 AM the next morning we decided to stay where we were, and he accepted our "next time" without any issues. He understood, and it was no problem.
And so on, and so on... awesome and easy. The people smile at us very charming and open, they are just amazing.
Many of them, especially the older generation, have a lot of gold in their mouth - which looks pretty, especially with those colourful and glittering dresses.
A few years ago my dentist had asked me regarding a crown implementation "Gold or ceramics?" I decided for gold, because it was actually much cheaper than ceramics. However, when he heard that, he gave me the ceramics for free, because he did not want to see me with a golden side tooth. Overall it was good business for him- for my second crown İ chose ceramics, because he gave me the impression that İ would loose my job or at least become homeless with a gold tooth.
Nobody would understand this here! Ceramics???!!! Why ceramics- nobody can see it??!!
However, our friendly host in Bukhara told me that this is different for the younger generation. They prefer boring white at least for the front teeth.
He is also planning to go for a cycling tour in a few years- for him as a young Uzbek, there are many mountains he has to climb before, and many things to think about. For example, is nearly impossible for a normal Uzbek person, to get an international bank account with credit card. A simple bank account costs like 140 USD/ year.
Flight bookings are usually paid cash via an agency.
Also, Uzbek parents want you to marry and have kids! And travelling is for many Uzbek people "wasted time". Why travelling? Better stay and earn money!
He will probably be a national hero, as the first Uzbek travelling the world by bicycle.

#Next step: Turkmenistan
Tomorrow we will continue to Turkmenistan.
5 days transit visa for 460 km (because the regime does not like tourists), temperatures > 40 degrees Celsius, desert, with animals like Black Widow spiders, scorpions and snakes.
I hope we don t find them in our shoes :-)
According to the World Press Freedom Index, Turkmenistan had the third-worst press freedom conditions in the world, behind North Korea and Eritrea. It is considered to be one of the "10 most censored countries".

This means, our next post will probably come mid of August, after our trip through Iran.
Enjoy the summer ;-) !

Mittwoch, 8. Juli 2015

Day 249 #Samarqand, Uzbekistan



Route: Ohangaran, Guliston, Jizaxx, Samarqand. Detailed Route on GoogleMaps



For our international followers, feel free to scroll down to the English version.
 


#Ein ganz normaler Tag…
Seit Usbekistan prägt die Sonne unseren Tagesablauf. Bei Temperaturen von 44°C im Schatten und über 50°C in der Sonne, bleiben uns nur wenige Stunden zum Radeln. Für uns ist es ein unnatürlicher Rhythmus, mit dem wir immer noch kämpfen und hoffen, dass wir ihn bald wieder ablegen können. 
 
3:30AM Nana Mouskouri weckt uns sanft mit ihrem Evergreen „Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein…“.  Chef de Cuisine Claudia bereitet unser "Sprungbrett in den Tag" vor (Kaffee und Müsli mit Trockenobst), und ich packe unser Zelt und Ausrüstung zusammen. Alles ist typisch deutsch durchorganisiert – optimiert, jede Minute zählt. Gemeinsames Frühstück unterm Sternenhimmel. Die Ruhe vor dem Sturm ;-) Hintern eincremen, Zähne putzen, aufsatteln.
4:30AM Los geht’s. Der Konvoi setzt sich in der Dämmerung in Bewegung. Die Temperaturen liegen noch im Komfortbereich bei ca. 25°C. So macht radeln wirklich Spaß! Und im flachen Terrain von Usbekistan kommen wir auch flott voran. Ohne große Anstrengung können wir 20km/h im Schnitt radeln. Das sind andere Dimensionen im Vergleich zu unseren Bergetappen in den Monaten davor.
5:00AM Sonnenaufgang. Die „gelbe Sau“ kommt hinterm Horizont hervor und erinnert uns daran, was uns in wenigen Stunden erwarten wird. Wir verspüren DRUCK.


Gegen 8:00AM Brotzeit und Wasser auffüllen/filtern, nachdem wir bereits  3 Liter pro Person getrunken haben (in 3 ½ Stunden!).
Gegen 10:30AM Der Radlbetrieb wird eingestellt. Das Thermometer zeigt bereits über 40°C in der Sonne. Also schnell Siestaplatz suchen (Wasser und Schatten sind elementare Schlüsselfaktoren). Es folgt der übelste Teil des Tages: Rumhängen! Stundenlang. Bei der Hitze kann man nicht schlafen, nicht lesen; essen macht keinen Spaß, Unterhaltungen fallen schwer, irgendwie füllt es sich an wie im Delirium… Jeder Gedanke dreht sich um eines... Abkühlung…


2:00PM Wir erreichen die Spitzentemperaturen des Tages. Alles klebt, die letzte aktive Zelle im Hirn kapituliert auch noch…LEERE. Immer weiter trinken, abkühlen mit Wasser, und nochmals Wasser filtern für die Abendausfahrt.
5:30PM Die Karawane zieht weiter. Der Fahrtwind hilft etwas, aber Spaß ist was anderes, denn die Temperaturen sind immer noch bei schlappen 37°C im Schatten oder höher!


Ab 7:00PM Zeltplatzsuche rückt mehr und mehr in den Fokus. Timing ist alles in einem Land in dem jede Brücke, jeder Tunnel, jeder Damm, einfach alles von Militär bewacht wird. Zu früh bedeutet oft, dass man entdeckt und dann auch meist vertrieben wird- und zudem ist es „verschenkte“, „kühle“ Radlzeit. Zu spät bedeutet, dass das Abendmahl schlicht wird, denn schlafen sollten wir ja auch noch. Sobald wir etwas Adäquates, Unbewachtes haben ist die Rollenverteilung klar. Claudia kocht ;-) und ich kümmere mich ums Haus. Genau so, wie es sich für eine traditionelle, bayrische Familie gehört :-).
8:00PM Sonnenuntergang, und es ist immer noch heiß. Mittlerweile hat jeder von uns 6-10 Liter Wasser getrunken, und wir sind immer noch durstig.
8:30PM Bettruhe. Einschlafen fällt wirklich schwer bei Moskito-Attacken und Temperaturen immer noch um die 35°C. Die Luft steht. Aber hilft ja nix  der Wecker klingelt schon bald wieder.
Und der Tagesablauf ist erst unser Trainingscamp für Turkmenistan & Ost- Iran. Dann wird es noch ne Schippe härter. Höhere Temperaturen, kaum Versorgungspunkte, zeitliche Limitierung durch das Visa (500km in Netto 4 Tage!!) und ab Iran werden dann auch noch die Kleidungsvorschriften härter. Wir haben wirklich Respekt vor den nächsten Wochen.
Da waren unsere 6 Tage Urlaub in Samarqand eine tolle Abwechslung und ein perfekter Ort, um unsere Akkus zu füllen.

# Kacheln, Kacheln, Kacheln
Samarqand ist architektonisch ein absolutes Highlight, keine Frage. Aber irgendwie fehlt mir das Flair, das wir an Kashgar so geliebt haben. Und für alle Münchner: Ihr habt die Chance auf die Sparversion von Samarqand! Geht einfach ins Müllersche Volksbad, etwas kleiner, aber ähnlich viele alte Kacheln wie hier :-). 






Unsere Urlaubstage hier waren geprägt von: viel Ruhe, vielen Sehenswürdigkeiten, vielen neugierigen Leuten. Gefühlte 200mal am Tag werden wir mit  „Atkuda“ (Woher seid Ihr) angesprochen, und antworten brav mit unserer Universalantwort „Germania“, was immer ein „oh“ hervorruft. Meist folgt die zweitwichtigste Frage, ob wir verheiratet sind und Kinder haben. Bei einem Wärter einer Moschee löste unsere Antwort der Kinderlosigkeit wie so oft grösstes Unverständnis aus. Er erklärt uns, dass er im Paradies lebt. 6 Töchter! Wenn er nach Hause kommt, bekommt er von einer einen Tee, eine massiert die Füße, eine andere verpasst ihm eine Handwäsche. Kein Wunder dass er seine Mädels nicht ins Ausland ziehen lässt ;-).
So verbringen wir unsere Tage des Wartens 400km vor Turkmenistan, da unser Visum für dort erst ab 16.07. gültig ist.
 
# Die nächste Welle rollt auf uns zu
Ihr werdet es nicht glauben, aber nach der Hitzewelle rollt nun die Bikerwelle an! Wir sind aktuell mit 11 anderen Fernradlern hier im Bahodir Hostel. Viele interessante Persönlichkeiten und wirklich spannende Geschichten. Jede Menge unterschiedliche Routen und Erfahrungen. Tolle Unterhaltungen. Lustige Abende. Besser als jedes Buch oder Fernsehen. Der Wahnsinn. Alle haben Spaß, so wurde in den letzen Tagen der Spruch "we stay another nigth" zum Klassiker. Bei Erik und Charlotte ist er zum running Gag geworden. Sie kommen seit 4 Tagen jeden Morgen zum Frühstück und behaupten felsenfest, morgen früh fahren wir weiter... Vielen Dank Jungs und Mädels für die coole Zeit.

Die „Wall of Fame“ hier im Hostel erzählt die weiteren Geschichten der letzten 15 Jahre. An der Wand finden wir sogar einige Einträge von Teilnehmern der bekannten, verrückten „Mongol Rally“ (www.mongolrally.com). So viel geballte Reisegeschichte habe ich noch nie an einem Ort gesehen. Beeindruckend. Schön, dass auch wir unsere Karte dort platzieren durften. 

Cyclists heaven in Samarqand

Even Lugi was here. Now he is wearing a new decoration :-)

Wall of fame... a lot of nice stories from former heroes...
 And the modern legends :-)

@Wolfgang: Das kriegen wir Zwei besser hin :-)

Ab morgen ist wieder langweiliges Highway-„Geschrubbe“ angesagt. Dann geht’s weiter nach Bukhara!



Here you are - English version below.


#Daily business…
The sun dictates us our daily schedule since entering Uzbekistan. Temperatures around 44°C in the shadow, and more than 50°C in the sun restrict us in cycling. At the moment we struggle with an unnatural rhythm to bear those temperatures. We hope we can switch back to a normal „life“, soon.   
3:30AM Nana Mouskouri wakes us up with her song „Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein…“. Chef de Cuisine Claudia prepares our breakfast (coffee and muesli), and I pack our tent & equipment. Everything is well organized and optimized. Of course, we are German; it is in our nature to be like that ;-) Breakfast together under the starry sky. The calm in front of a storm ;-). Some cream on the butt and clean the teeth.    
4:30AM Let’s go. The convoy starts moving in the dawn. The temperature is in a convenient range around 25°C. Also due to the flat roads we can cycle easy 20 kph or even more without a lot of effort. This part of the day is fun.
5:00AM Sunrise. The big yellow heater appears on the horizon and remembers us what will us expect in the next hours. We feel the PRESSURE.
Around 8:00AM Picnic and water purification. We already drank 3 litres of water each, in the first 3 ½ hours.
Around 10:30AM Time to stop. The thermometer shows about 40°C in the sun. This means for us looking for a siesta-place (water and shadow are elementary for the next hours). The worst part of the day is following: Hanging arround. Hourly. At these temperatures we are not able to sleep, we are not able to read; having food is no fun, chats are difficult, somehow it feels like in a delirium… Every thought is about cooling.
2:00PM We see the max temperature of the day. Sweating like hell even in the shadow. The last active brain cell capitulates. EMPTYNESS. Keep on drinking water as much as possible and try to cool the body with water.
5:30PM The caravan move along. The airflow from riding makes it a bit better, but we wouldn’t say it is fun. Because the temperatures are still around 37°C in the shadow.
Around 7:00PM Looking for a campsite. Timing is all in a country where every bridge, every tunnel, ever dam, simply everything is guarded by military. If we are too early, we will be spotted and displaced. If we are too late the dinner will be just a piece of bread. As soon as we find a proper space the role allocation is clear. Claudia is preparing food and I build our nest for the night. We travel through countries with former role allocations so we adapted :-).
8:00PM Sunset and it is still hot. By now each of us drank at least 6-10 litres of water and we are still thirsty.
8:30PM Bed rest. To get a sleep is difficult because of mosquito attacks and temperatures around 35°C. But no choice ;-) the alarm clock is ringing soon…
   
And that daily schedule is just the train camp for Turkmenistan & East Iran. Then it will be more challenging; higher temperatures, less supply, time pressure (500km in 4 day) due to Visa limitation and in Iran there will be also regulations how to dress. We have a lot of respect for the next weeks!
Our last 6 (holi)days here in Samarqand were a nice change and a perfect place to fill up our body with energy.

# Tiles, tiles, tiles..
Samarqand is architecturally the biggest highlight so far. But for me it is without the kind of flair we found in Kashgar. So if you are just interested in a lot of old tiles, better to go to an old indoor pool in your city ;-)
Here in Samarqand we had a lot of silence, a lot of sightseeing and a lot of curious people. It felt like we heard 200 times a day “Atkuda” (where are you from) and we always answer well behaved “Germania” and get “ohhhh” back. After that deep conversation they enter the next level and ask us: “are you married and do you have children”. Our childlessness mostly creates incomprehension especially because of our age. One guardsman explained us you have to have children. Look at me he told us. I have 6 daughters! When I come home, one washes my hand, one serves me a tea and one is doing a foot massage. No wonder that he told us also, he will never let go them abroad, because then he won’t get all that service for free.

That’s the way we spend our days of waiting for the entry date for Turkmenistan. 400km before the boarder and still a lot of days till 16.07.15
 
# The next wave is comming
It is unbelievable but true after the heat wave the next wave arrived here. A huge cyclist’s wave arrived in the last days. At the moment we stay in Bahodir Hostel with 13 other Long-Distance-Cyclists! A lot of interesting personalities and a lot of really exciting stories. A huge variety of experiences and routes. Good conversations the whole day. Laughing. Better than every book or movie. We all had a fun. So the sentence “we stay one more night” became to a running gag especially for Charlotte and Eric. They tried to escape 3 times ;-) Thanks for the good time there: Charlotte&Eric, Gükban&Nico, Mirco&Alex, Anselm&Thorsten, Minxin&Flo, the Japanese couple and a Russian guy.
Additionally the „Wall of Fame“ in the hostel tells the travelling stories from the last 15 years or even more. We found there even log ups from participants of the crazy & famous Mongol Rally (www.mongolrally.com). I have never seen that amount of concentrated travel history at one place. Impressive! We are proud and thankfull to be a part of this wall.

Tomorrow we will continue cycling direction Bukhara. For us it means gaining distance on the boring highway and start again that unnatural rhythm. 

Montag, 29. Juni 2015

Day 240, #Ahangaran, Uzbekistan

FOR OUR 2 ENGLISH SPEAKING READERS: IN CASE YOU ARE INTERESTED, ENGLISH TEXT CAN BE FOUND BELOW, JUST SCROLL DOWN (EASY..)

Route: Sary Tash, Osh, Andijon, Quoqand, Ahangaran

#Familienzuwachs
Fast 13.000 Kilometer.. und der Beginn eines komplett neuen Reiseabschnittes, denn unsere Herde hat in Sary Tash Zuwachs bekommen!
Mein Cousin Gunther, hartgesottener Krisenländer-Reiseexperte und Extremkletterer aus Rott, ist endlich eingetroffen und wird uns durch das Gewirr der Stan-Staaten begleiten.
Im Gepäck: Unbändige Motivation, gute Laune, eine nigelnagelneue Magura Hydraulikbremse für Johann, und vor allem: einen echt scharfen Zahn, ein brandneues Pferd aus dem Rennstall Hans König, Ismaning.
Unsere 2 Stahlrösser haben den neuen Kollegen sofort ins Herz geschlossen, auch wenn sie anfangs ein wenig eifersüchtig auf dessen blitzblankes, sauberes Fell blickten. 




new race horse
Stan team

Für alle, die es noch nicht wissen: "Die Chinesen" haben Johanns Bremse bei unserer Bahnfahrt in China kaputt gemacht. Wir vermuten, sie haben die Bremse (echt deutsche Wertarbeit) heimlich auseinandergebaut, um sie so besser kopieren zu können. Der Chinese an sich kann ja quasi gar nicht anders :-) Dabei ging wohl was daneben.
Wir hatten Schraubergott König wegen der defekten Bremse aus Kirgistan kontaktiert, und innerhalb von 15 Minuten war die Sache geregelt. Gut, dass wir damals nicht das Rad beim Hagebaumarkt gekauft haben. Merci, Hans!
Gunther bringt auch unsere Zweitpässe, inkl. Visum für Usbekistan, Turkmenistan und Iran mit. Er hat mit seinen zuletzt täglichen Anrufen die armen Mitarbeiter der Visaagentur in Berlin zur Verzweiflung gebracht, und der Inhaber der Agentur, Herr Haase, begrüsste ihn zuletzt mit "Tach Gunther". Die Mühe hat sich gelohnt: Ohne Gunther und den guten Herrn Haase müssten wir jetzt durch die Mongolei & Russland krebsen, wo es wieder nur olle Fellhüte und Goldzähne gibt. Danke also auch an Haase Touristik & Gunther!


It s not what it looks like

#Extra fettes Danke
Wo wir grade bei den Lobeshymnen sind: Das grösste "DANKE" möchte ich an dieser Stelle an Johann schicken, der mir die letzten 8 Monate zielsicher, souverän und manchmal sogar geduldig gezeigt hat, wo ich mich befinde und wohin es Richtung Heimat geht. Ohne ihn würde ich sicherlich noch einige Jahre komplett orientierungslos umherradeln und den Ausgang zurück nach Deutschland immer wieder verpassen.
Ausserdem besprüht er mich derzeit bei der usbekischen Affenhitze mit seiner weltbesten Erfindung, der Biker-Dusche !
DANKE, dass Du für mich da bist <3 <3 <3 !


Always willing to guide ;-)
Johanns latest and best invention: the biker-shower

 #Vom Münchner Freibad auf über 3600 Meter
Seit dem kleinen Bergdörfchen Sary Tash sind wir also nun zu dritt bzw. sechst unterwegs, und es gab natürlich erstmal jede Menge Neuigkeiten auszutauschen.
Wir jagten Gunther gleich am ersten Tag über einen (den letzten) 3600 m-Pass und 100 Kilometer, und das ganz ohne Sauerstoffgerät!
An dieser Stelle muss unbedingt erwähnt werden dass vorab gemunkelt wurde, Gunther habe den Löwenanteil seines Vorbereitungstrainings im Münchner Freibad verbracht - trotzdem hält er in unserer kleinen Senioren-Aktivgruppe entspannt mit, als habe er niemals etwas anderes gemacht.
Nach den fröhlichen Wandertagen in Sary Tash schreien unsere Körper eigentlich nach langsamer Fahrrad-Eingewöhnung, wir jedoch streben nach "psychischer Befreiung durch physisches Leiden" ;-)
Wir wollen es schnellstmöglich bis nach Osh schaffen, wo es hoffentlich "echtes" WIFI gibt und wir endlich wieder mal einen Blog abschicken können. Internet ist zwar in Kirgistan theoretisch vorhanden, allerdings mit meist unterirdischer Geschwindigkeit. Die meisten Kirgisen haben sicherlich wenig bis gar keinen Schimmer von den vielfältigen Möglichkeiten im www - ganz einfach weil das Öffnen der meisten Seiten die Öffnungszeiten des Internetcafes sprengt. Kirgisische Facebook-Nutzer erkennt man an den typischen dunklen Augenringen und müdem Blick, sie warten stundenlang bis mal der Button für "like" erscheint.
 
#Heiss, heisser, Usbekistan
Nach unserer mehrwöchigen erholenden Sommerfrische im kühlen Gebirge wurden wir in Osh gleich mit wohltemperierten 39 Grad begrüsst, und das ist erst der Anfang.
In Osh, der mit 300.000 Einwohnern zweitgrössten Stadt Kirgistans, gewöhnen wir uns nur ganz langsam an die Hitze. Unsere Allgäuer Herzen und Körper sind wohl doch eher für niedrigere Temperaturen gebaut. Dabei scheint es keinen Unterschied zwischen Ost- und Oberallgäu zu geben, denn wir alle 3 hecheln, bis die Zunge am Boden klebt. Zunächst verkriechen wir uns im kühlen Hotel und führen nur gelegentliche Aktivitäten draussen durch, wie z.B. eine morgendliche Besichtigung des "Pilger-Hausberges" (Süleyman Too) und Basarbesuche. 


Breakfast Fata Morgana in Osh
I think, this is delicious kymys (or maybe just milk)

Look from Suleyman Too to Osh: Little refreshing thunderstorm

Nach 2 Tagen sind wir fertig akklimatisiert, frisch gestriegelt und gebürstet und somit bereit, uns in die laaaange Schlange am Grenzübertritt Usbekistans einzureihen, von der wir unterwegs schon soviel gehört hatten. Grosse Enttäuschung: Nach etwas über einer Stunde sind wir schon fertig, ganz ohne dramatische Vorkommnisse -sehr freundlich und vor allem fix sind sie, die usbekischen Grenzkontrolleure. Nur bei Gunther werfen sie einen genaueren Blick in die Taschen, vermutlich wegen des kurzen Bärtchens (Bart =potentieller İslamist?!), und sehen sich auf seinem Laptop ein unterhaltsames Video vom Boulderweltcup an. Nachdem sie darin aber keine religiösen Hetzinhalte erkennen können, darf auch er einreisen.
In Usbekistan gibt es 90% Moslems, die meisten sind allerdings moderat oder auch gar nicht praktizierend. Meine Burkha bleibt hier also noch in der Satteltasche, und ich darf sogar mein mittlerweile ziemlich strubbeliges Haar zeigen. Wer will bei diesem Gestrüpp auf meinem Kopf eigentlich noch genau erkennen, ob das Haare sind oder nicht doch etwa eine islamkonforme Kokosfaser -Fussmatte?
Ich sollte unbedingt mal wieder über eine Haarkur nachdenken.

Wir sind also drin, in Usbekistan!
Gleich am ersten Radltag bekommen wir trotz Ramadan von einem Fastenden eine Wassermelone geschenkt und werden von unzähligen Usbeken neugierig angeschaut, befragt, fotografiert, freundlich angelacht oder auch mal enthusiastisch angebrüllt. Man findet kein ungestörtes Plätzchen, immer kommt jemand vorbei und fragt nach unserem Woher und Wohin, was ab dem 15. Mal etwas anstrengend wird- aber Gunther ist noch frisch und beantwortet alle Fragen geduldig und mit Begeisterung. Nach mittlerweile 8 Monaten Dauerwinken lassen wir ihm hier auch gerne mal den Vortritt :-)

Andijon
 

Gunther after his 12th interview ;-)
 




5 litre is just enough for lunch break

#Schwarzmarkt
In Quokand wollen wir das erste Mal Geld wechseln. Da die Regierung die usbekische Währung künstlich oben hält, gibt es auf dem Schwarzmarkt 30% mehr für unsere Dollars als auf der Bank. Irgendwie wechselt jeder auf dem Schwarzmarkt, trotzdem hatten wir uns das irgendwie spannender, weil illegal, vorgestellt. Nach langem Herumschlendern und der Hoffnung  entdeckt zu werden, hatten wir die dubiosen Geldwechsler endlich gefunden und nein, es waren keine finsteren Gestalten im Trenchcoat, die sich uns unauffällig näherten und hinter vorgehaltener Hand "Change money?" murmelten, sondern ein paar harmlose Rentner, die gut sichtbar mit grossen Taschen dastanden und mit Geld winkten.
Für 100 Dollar gibt es 87 Scheinchen a 5000 Som, ein fetter Batzen, der sich ziemlich negativ auf das Gewicht unserer Packtaschen auswirkt. Im Supermarkt gibt es sogar eine Geldzählmaschine für die vielen Scheinchen !

#Wir üben Schattenparken
Usbekistan ist für mich zuallererst mal eines: HEISS! 95 % aller Autos sind weiss oder silbern, das sagt eigentlich schon alles.. Mir persönlich ist es sogar vieeeeeel zu heiss hier, ich finde die Hitze sehr anstrengend, ermüdend und ich würde am liebsten in jeden Bach springen, die es gluecklicherweise zuhauf hier gibt, aber wir wollen ja schliesslich vorankommen- und daher heisst es stattdessen GO GO GO!!! Kennt vielleicht jemand eine Alternativroute am Nordpol entlang zurück, die von Usbekistan aus einfach zu erreichen wäre ? Ich schicke auch gerne eine Postkarte von dort. Handgemalt!


Extraordinary advertising
I want to stay here !

Next extraordinary advertising



Uzbek beergarden, but no pretzels
Uzbek vegetable fashion: Lettuce leaf hat !
 

My new horse


ENGLISH VERSION

#Family increase
Nearly 13.000 Kilometer.. and the beginning of a completely new travel episode, because our herd has increased since Sary Tash!
My (Claudias) Cousin Gunther, hardcore -travel-expert and extreme climber, has finally arrived and will escort us trough the jungle of the "Stan"-states.
İn his luggage: Incredible motivation, best mood, a brandnew Magura brake for Johann, and most important: a very hot new steel horse, a really sharp knife, created by Hans König in İsmaning.
Our 2 ponies loved the new colleague from the first moment on, although in the first moment they seemed to look a bit jealous on its superclean and shiny fur.

For all who did not know yet: "The Chinese" had damaged Johanns brake during our train journey in China. We assume they had dismounted it to be able to look inside & copy this piece of German quality work ;-)
Something must have gone wrong when they did this.
However, we had contacted bicycle god Hans König in İsmaning- within 15 minutes he replied back and organized a new Magura brake for us. Thank you, Hans!

Gunther also brought our 2nd passport with visa for Usbekistan, Turkmenistan and Iran. We organized it via a German travel agency, and my poor cousin chased them almost every day to get the visa. Overall it was a bit expensive, but on the other side also cheap and very efficient, considering the time and money we would have spent on waiting for these visa on site.
Without the agency, we would probably sit on the back of our horses in Mongolia now - again shashlik and many gold teeth there, which means we are happy with our visas for the Stans.

#From Munich outdoor pool up to 3600 metres
Since the tiny village of Sary Tash we are now 3 people on 6 horses, and we had a lot of stories to exchange.
On the first cycling day we chased Gunther up to a pass with 3600 metres and a distance of more than 100 kilometres, without oxygen mask!
We heard from different sources, Gunther had spent the main part of his training in Munich outdoor pool, but he is really fit and has no problems at all following our small best-ager-active-group.
Our bodies ask for slow motions and thoughtfulness after our jauntily relaxing days in the mountains. However, we don t care! We want to be in Osh as fast as possible, where we expect "real" WIFI and the chance to upload a few pics for our blog.
Theoretically, internet is available in Kyrgyzstan - but with painful speed, especially in the mountain areas. Many of the Kyrgyz people have probably no idea of the various possibilities in the www, simply because most internet pages just show up when the internetcafe closes. You can identify Kyrgyz FB users by the tired look and their dark eyeshadows, because they have to spend so much time on waiting for the "like"-button.

#Hot, hotter, Osh
After our mountain holidays we rolled down to Osh, where we were friendly welcomed with crazy heat and temperatures around 39 degrees.
In Osh, with 300.000 inhabitants 2nd largest city in Kyrgyzstan, we get used to the heat very, very slowly. Our Bavarian hearts and bodies seem not to be built for these temperatures. All 3 of us hatchel, untill our tongues touch the ground.
We start with "absolute deep relaxing" in the cool hotel room, and leave it only for sporadically bazar visits and an early morning sightseeing trip to the close pilgrim mountain " Süleyman Too".
After 2 days we have finished our acclimatisation, look nice & perfectly clean, and are ready for the border crossing to Uzbekistan. We were very excited, because this border seems to be famous for its loooooooooong queues  and very strict and protracted customs.
How disappointing: After 70 minutes we are through and have the stamp in the passport, without any drama or strange events - very friendly and extraordinary speedy, the Uzbek custom officers.
Only Gunthers panniers contents receive a more detailed inspection, presumably due to his smart beard (beard =potential islamist?!) They watch very interested a few of his countless climbing videos on his laptop. They could not see a religious background in climbing, and also the girls climbing in shorts, and spreading their legs in the wall did not cause any issue. Puuuuuuuuuh!

There are about 90% moslems in Uzbekistan, most of them moderat or even not practicing. Currently there is Ramadan and many people are fasting, but the shops and restaurants are all open during daytime. 
My burkha remains in my back pannier, and I even show my always tousled hair. Nobody can really tell, if this is real hair on my head or a coir-doormat. By the way, I should urgently consider a special hair -treatment with lots of conditioner.

#We are in, in Uzbekistan!
Just at our first biking day a very smart young Kyrgyz guy tries to improve his English with us. He also proudly presents us a watermelon, although it is Ramadan. He is not allowed to eat or drink anything and his mouth is probably watering, but he cuts the watermelon for us in delicious slices and is superfriendly- WOW!
When we are cycling on the road, countless Uzbeks wave, greet, shout, look, ask and take photos. We feel very much like VIPs, and the welcoming atmosphere definitely motivates us during cycling.
It is impossible to find a quiet place, there is always somebody who is eager to know where we come from and where we go to. After 15 times or more we find this a little bit tiring, but luckily Gunther is still fresh, and answers all the questions with endless patience and enthusiasm. We provide him full precedence here, because after 8 month we are sometimes happy to enjoy silence.
Or maybe it s just because of the heat?

#Black market money changing
In Quokand we wanted to change money the very first time in Uzbekistan.
Because the government keeps the rates artificially high, we get 30% more on the black market for our dollars than at an official money changer.
Everybody seems to change money on the black market, however, it seemed to be a little illegal and therefor exciting.
We walked around at the bazar, tried to look as foreign as possible and hoped somebody would find us. We were waiting for somebody in a dark trenchcoat and huge hat or so, who would come to us
unobtrusively, asking carefully "change money???". But nobody came, and after some time we saw a handful harmless looking old men along the main street, with huge bags, obviously waving with lots of money. But the amount of money we received was indeed spectacular:
For 100 Dollar you get 87 bills, 5000 Som each, a heavy lump of money. In the supermarket they even have a money counting machine, just to count the incredible amount of bills. In Iran it will probably be even more, let' s see!

#We exercise "shadow parking"
For me, after these few days, the major thing in Uzbekistan is: HEAT !!
95% of the cars are white or silver. Johann has "invented" a new cycling tool, the "cyclist-spray"- a little bit of water, but increases motivation about 200%.
We also started to cycle as soon as the sun rises, 5 am to 11 am, then sleep in the shade and continue cycling later in the evening. If anybody knows a route close to here via Antarctica, please please let me know,İ promise to send a postcard !